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Was ist eine AGM-Bleiakkumulatorbatterie?

2026-01-07 14:16

Inhalt

1. AGM-Technologie verstehen

2. Funktionsweise von AGM-Batterien

3. Wesentliche Vorteile gegenüber herkömmlichen Batterien

4. Anwendungsbeispiele für AGM-Batterien in der Praxis

5. Wartungs- und Ladetipps

6. Lebensdauer und Leistungsfaktoren

7. Eingebaute Sicherheitsmerkmale

8. Die richtige AGM-Batterie auswählen

9. Häufig gestellte Fragen und Antworten

AGM-Technologie verstehen

AGM-Batterien (Absorbent Glass Mat) sind eine Art von verschlossenen Blei-Säure-Batterien, die sich aufgrund ihrer Zuverlässigkeit und Wartungsarmut großer Beliebtheit erfreuen. Im Gegensatz zu älteren, gefluteten Blei-Säure-Batterien, bei denen flüssiger Elektrolyt frei zirkuliert, befindet sich der Elektrolyt in AGM-Batterien in hochabsorbierenden Glasfasermatten, die zwischen den Bleiplatten gepresst sind. Diese Konstruktion verhindert freie Flüssigkeit und macht die Batterie vollständig auslaufsicher.

Viele Menschen suchen nach AGM-Batterien, wenn sie eine auslaufsichere, robuste und wartungsarme Stromquelle benötigen. Ob Fahrzeuge, die wochenlang ungenutzt stehen, oder Geräte, die im Betrieb Erschütterungen ausgesetzt sind – AGM-Bleiakkumulatoren lösen die Probleme herkömmlicher Batterien.

So funktionieren AGM-Batterien

In einer AGM-Batterie sind die positiven und negativen Platten durch dünne Glasfasermatten getrennt, die den Schwefelsäure-Elektrolyten aufnehmen und speichern. Die Matten sind gesättigt, aber nicht durchnässt – es kann keine überschüssige Flüssigkeit austreten. Beim Entladen der Batterie reagiert die Säure mit den Bleiplatten und erzeugt dabei Strom. Beim Laden kehrt sich die Reaktion um: Der an der positiven Platte entstehende Sauerstoff rekombiniert mit dem Wasserstoff an der negativen Platte im Inneren der versiegelten Batterie. Diese interne Rekombination verhindert Wasserverlust und unter normalen Bedingungen die Bildung von Gasen.

Dieser ventilgeregelte Mechanismus ist der Grund, warum AGM-Batterien oft auch VRLA-Batterien (ventilgeregelte Blei-Säure-Batterien) genannt werden. Die Ventile öffnen sich nur bei einem anormal hohen Innendruck und dienen so als Sicherheitsventil.

Wichtigste Vorteile gegenüber herkömmlichen Batterien

Der größte praktische Vorteil, den die meisten Anwender bemerken, ist, dass AGM-Batterien absolut wartungsfrei sind. Man muss nie den Elektrolytstand prüfen oder destilliertes Wasser nachfüllen, was Zeit spart und Fehler vermeidet, die eine Batterie beschädigen könnten.

Sie sind zudem deutlich vibrationsbeständiger als herkömmliche Nassbatterien, da die Glasfasermatten alle Komponenten fest zusammenhalten. Dadurch eignen sie sich ideal für Boote, Geländewagen oder alle Geräte, die ständigen Bewegungen ausgesetzt sind.

AGM-Batterien vertragen Tiefentladungen besser. Im Gegensatz dazu erleidet eine herkömmliche Nassbatterie bei einer Entladung unterhalb einer bestimmten Tiefe dauerhaften Schaden.50 % KapazitätViele AGM-Batterien können wiederholte Entladungen verkraften.80 % Abflusstiefeohne nennenswerte Einbußen bei der Lebensdauer. Sie laden außerdem schneller und liefern bei Bedarf eine höhere Startleistung.

Da sie versiegelt sind und im Normalbetrieb kein Wasserstoffgas abgeben, können Sie sie bedenkenlos auch in beengten Räumen oder sogar seitlich aufstellen.

Anwendungsbeispiele für AGM-Batterien in der Praxis

AGM-Bleiakkumulatoren versorgen eine Vielzahl von Geräten mit Strom, bei denen Zuverlässigkeit entscheidend ist. Im Automobilbereich werden AGM-Akkumulatoren in vielen Premiumfahrzeugen mittlerweile serienmäßig für Start-Stopp-Systeme eingesetzt, da sie häufige Motorneustarts ohne schnellen Verschleiß verkraften.

Boots- und Wohnmobilbesitzer bevorzugen sie, da sie Neigungen und Vibrationen standhalten und gleichzeitig bei abgeschaltetem Motor eine konstante Stromversorgung für Zubehör gewährleisten. Solarenergiespeichersysteme setzen bei netzunabhängigen Anlagen häufig auf AGM-Batterien, da diese auch bei den in erneuerbaren Energiesystemen üblichen Teilladezuständen zuverlässig funktionieren.

Unterbrechungsfreie Stromversorgungen (USV) für Computer und medizinische Geräte nutzen häufig AGM-Batterien, um eine sofortige Notstromversorgung zu gewährleisten. Fahrzeuge des motorisierten Freizeitsports – Motorräder, Quads und Schneemobile – profitieren von der kompakten Bauweise, der hohen Kaltstartleistung und der Stoßfestigkeit.

Wartungs- und Ladetipps

Obwohl AGM-Batterien nahezu keine regelmäßige Wartung benötigen, ist das korrekte Laden für eine lange Lebensdauer unerlässlich. Verwenden Sie ein Ladegerät, das speziell für AGM- oder verschlossene Blei-Säure-Batterien entwickelt wurde. Standard-Ladegeräte für Nassbatterien arbeiten oft mit einer zu hohen Spannung und können den aufgenommenen Elektrolyten mit der Zeit austrocknen.

Die meisten modernen intelligenten Ladegeräte verfügen über eine AGM-Einstellung, die die Spannung auf den empfohlenen Bereich begrenzt – typischerweise14,4–14,8 VoltFür das Schnellladen bei Raumtemperatur. Vermeiden Sie es, die Batterie über längere Zeiträume mit einer konstanten Erhaltungsladung über 13,8 Volt zu betreiben, es sei denn, das Ladegerät ist temperaturkompensiert.

Halten Sie die Anschlüsse sauber und fest, aber ziehen Sie sie nicht zu fest an. Lagern Sie AGM-Batterien bei Nichtgebrauch an einem kühlen, trockenen Ort; extreme Hitze beschleunigt die Selbstentladung und Alterung.

Lebensdauer- und Leistungsfaktoren

Bei sachgemäßer Pflege hält eine hochwertige AGM-Batterie im Dauerbetrieb (z. B. in einer USV) typischerweise 4–7 Jahre und im zyklischen Betrieb (tägliches Laden/Entladen) 3–5 Jahre. Die Temperatur hat den größten Einfluss: Für jede 10 °C über 25 °C halbiert sich die Lebensdauer in etwa.

Entladetiefe und -frequenz spielen ebenfalls eine Rolle. Flache Entladezyklen verlängern die Lebensdauer im Vergleich zu regelmäßigen Tiefentladungen erheblich. Überladung oder chronische Unterladung verkürzen die Lebensdauer am schnellsten.

Kaltes Wetter reduziert die verfügbare Kapazität vorübergehend, verursacht aber keine dauerhaften Schäden wie bei herkömmlichen Batterien. AGM-Batterien liefern auch bei niedrigen Temperaturen noch eine starke Startleistung.

Eingebaute Sicherheitsfunktionen

Durch ihre geschlossene Bauweise und den Rekombinationsprozess sind AGM-Batterien deutlich sicherer als herkömmliche Nassbatterien. Sie produzieren beim normalen Ladevorgang praktisch kein Wasserstoffgas, wodurch die Explosionsgefahr in geschlossenen Räumen ausgeschlossen wird.

Druckentlastungsventile verhindern ein Bersten des Gehäuses bei internen Störungen. Selbst bei einem Riss im Gehäuse tritt der absorbierte Elektrolyt nicht aus – ein wichtiger Aspekt bei Fahrzeugen oder tragbaren Geräten.

AGM-Batterien enthalten keine freie flüssige Säure, daher sind Handhabung und Transport sicherer und einfacher.

Die richtige AGM-Batterie auswählen

Beginnen Sie mit der benötigten Spannung (üblicherweise 12 V) und der Kapazität in Amperestunden (Ah). Wählen Sie eine Kapazität, die Ihren Lastanforderungen entspricht und bei der Sie nicht regelmäßig unter 50 % entladen werden, um eine maximale Lebensdauer zu gewährleisten.

Prüfen Sie die Abmessungen und den Anschlusstyp, um eine korrekte Passform sicherzustellen. Achten Sie auf namhafte Marken mit klaren Garantiebedingungen. Die Reservekapazität (RC) ist für Anwendungen mit häufigen Ladezyklen wichtig – eine höhere RC bedeutet längere Laufzeit.

Bei Startvorgängen ist der Kaltstartstrom (CCA) von Bedeutung; bei Schiffen wird der Kaltstartstrom (MCA) bei einer höheren Temperatur gemessen und manchmal stattdessen angegeben.

Häufig gestellte Fragen und Antworten

Können AGM-Batterien in jeder Position verwendet werden? Ja – kopfüber, seitlich oder aufrecht –, da keine freie Flüssigkeit vorhanden ist.

Lohnt sich der höhere Preis von AGM-Batterien? Bei Anwendungen, die geringen Wartungsaufwand, Vibrationsfestigkeit oder flexible Installation erfordern, stellt der höhere Anschaffungspreis für die meisten Anwender eine längere Lebensdauer und weniger häufige Batteriewechsel fest.

Kann ich eine Nassbatterie durch eine AGM-Batterie ersetzen? Normalerweise ja, solange Größe und Kapazität übereinstimmen. Prüfen Sie aber unbedingt die Kompatibilität des Ladesystems im Fahrzeug.

Entladen sich AGM-Batterien schneller selbst? Nein – die Selbstentladungsrate ist bei sachgemäßer Lagerung in der Regel geringer als bei Nassbatterien.

Das Verständnis dieser praktischen Aspekte hilft Ihnen bei der Entscheidung, ob eine AGM-Bleiakkumulatorbatterie Ihren Bedürfnissen entspricht und wie Sie die beste Leistung aus ihr herausholen können.

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