Wie unsachgemäßes Trocknen zu Rissen in Batterieplatten führt
2026-02-06 14:18Inhaltsverzeichnis
1.Was sind Batterieplatten?
2.Verkleben und erste Trocknung
3.Warum Risse entstehen
4.Temperatureinflüsse
5.Feuchtigkeitsregelung
6.Trocknungsgeschwindigkeit
7.Risse frühzeitig erkennen
8.Praktische Möglichkeiten zur Vermeidung von Rissen
9.Moderne Trocknungslösungen
Was sind Batterieplatten?
Die Batterieplatten sind die Kernkomponenten von Bleiakkumulatoren, in denen die eigentliche Energieumwandlung stattfindet. Sie bestehen aus einem Bleigitter, das mit einer Paste aus Bleioxid, Schwefelsäure, Wasser und verschiedenen Zusatzstoffen beschichtet ist. Diese Paste muss fest am Gitter haften und eine stabile, poröse Struktur bilden, um das aktive Material zu halten, das beim Laden und Entladen reagiert.
Die Qualität der Platten beeinflusst direkt die Lebensdauer, Kapazität und Zuverlässigkeit der Batterie. Einer der ersten und wichtigsten Schritte nach dem Auftragen der Paste ist das ordnungsgemäße Trocknen der Platten. Gelingt dieser Trocknungsprozess nicht, kann die gesamte Produktionscharge Defekte aufweisen, die sich später in verminderter Leistung oder gar einem Totalausfall äußern.
Verkleben und erste Trocknung
Unmittelbar nach dem Auftragen der Paste auf die Gitter sind die Platten feucht und empfindlich. Das unmittelbare Ziel der Trocknung von Batterieplatten besteht darin, die Oberflächenfeuchtigkeit schnell zu entfernen, ohne die Pastenschicht zu beschädigen. Diese anfängliche Schnelltrocknungsphase härtet die Oberfläche aus und erhält gleichzeitig genügend Restfeuchte im Inneren für den späteren Aushärtungsprozess.
Viele Hersteller wenden direkt nach dem Auftragen der Paste eine kurze, intensive Hitzebehandlung an, um dies zu erreichen. Durch das schnelle Entfernen des Oberflächenwassers wird ein Verlaufen der Paste verhindert und die Plattenform erhalten. Korrekt ausgeführt, bereitet dieser Schritt die Platten für die kontrollierte Aushärtung vor, bei der sich chemische Bindungen innerhalb der Paste bilden.
Warum Risse entstehen
Risse in Batterieplatten lassen sich fast immer auf ungleichmäßige Feuchtigkeitsabfuhr während des Trocknungsprozesses zurückführen. Verdunstet Wasser, schrumpft die Paste. Trocknet die Oberfläche deutlich schneller als das Innere, härtet die äußere Schicht aus und zieht sich zusammen, während das Innere weich und feucht bleibt. Dieser Unterschied erzeugt innere Spannungen, die die Oberfläche auseinanderziehen und sichtbare Risse bilden.
Diese Risse schwächen die Verbindung zwischen Paste und Gitter, verringern die Retention des Aktivmaterials und ermöglichen es dem Elektrolyten, das Gitter vorzeitig anzugreifen. Selbst Haarrisse können sich während der Aushärtung oder Formierung vergrößern und so die Kapazität verringern und die Lebensdauer der Batterie verkürzen.
Temperatureinflüsse
Die Temperatur spielt eine entscheidende Rolle für die gleichmäßige Trocknung der Batterieplatten. Ist sie zu niedrig, verbleibt Feuchtigkeit auf der Oberfläche, wodurch die Gefahr besteht, dass die Paste abrutscht oder sich Schimmel bildet. Ist sie zu hoch, trocknet die äußere Schicht nahezu sofort, wodurch Feuchtigkeit im Inneren eingeschlossen wird und Spannungen entstehen.
Typische Temperaturen für die Blitztrocknung liegen im Bereich von120 °C bis 180 °CFür einen kurzen Zeitraum. Innerhalb dieses Zeitfensters dringt die Wärme schnell genug ein, um das Oberflächenwasser zu verdrängen, ohne den Kern zu überhitzen. Wird dieser Bereich überschritten, führt dies häufig zu einer raschen Krustenbildung und anschließender Rissbildung.
Feuchtigkeitsregelung
Die Luftfeuchtigkeit beeinflusst die Verdunstungsrate ebenso stark wie die Temperatur. Bei hoher Luftfeuchtigkeit verdunstet das Wasser nur langsam von der Platte, was die Trocknungszeit verlängert und zu ungleichmäßigen Ergebnissen führen kann. Niedrige Luftfeuchtigkeit entzieht der Platte hingegen schnell Feuchtigkeit, insbesondere von der Oberfläche, wodurch die Rissgefahr steigt.
Kontrollierte Umgebungen halten die relative Luftfeuchtigkeit während der anfänglichen Trocknungsphase der Batterieplatten in einem moderaten Bereich. Nach Abschluss der Oberflächentrocknung wird häufig eine höhere Luftfeuchtigkeit zur Aushärtung zugeführt, doch Fehler im ersten Schritt erschweren spätere Anpassungen.
Trocknungsgeschwindigkeit
Die Geschwindigkeit, mit der die Platten die Trocknungszone durchlaufen, ist entscheidend. Bei zu geringer Geschwindigkeit überhitzen die Platten stellenweise. Bei zu hoher Geschwindigkeit bleibt Oberflächenfeuchtigkeit zurück, was zu Aushärtungsproblemen führt. Moderne Anlagen passen die Förderbandgeschwindigkeit an die Plattendicke und die Pastenzusammensetzung an.
Ein gut abgestimmter Blitztrocknungsprozess führt die Platten typischerweise durch die Heißzone in30–90 SekundenJe nach Größe und Pastendichte wird durch diese kurze Einwirkzeit gerade so viel Oberflächenwasser entfernt, dass die Paste stabilisiert wird, ohne tiefer liegende Feuchtigkeit zu schnell zu verdrängen.
Risse frühzeitig erkennen
Feine Oberflächenrisse können bereits wenige Minuten nach dem Verlassen des Trockners auftreten. Sie beginnen oft als dünne Linien, die von den Rändern oder Gitterlinien ausgehen. Tiefere Risse werden möglicherweise erst nach dem Aushärten sichtbar und zeigen sich als breitere Spalten oder sogar als Abblättern der Paste.
Regelmäßige Sichtprüfungen direkt nach dem Trocknen der Batterieplatten decken die meisten Probleme frühzeitig auf. Platten, die sich übermäßig spröde anfühlen oder sichtbare Linien aufweisen, sollten zur Analyse aussortiert werden. Die frühzeitige Erkennung von Problemen spart die Kosten für die weitere Bearbeitung defekter Platten.
Praktische Möglichkeiten zur Vermeidung von Rissen
Gleichmäßiges Anrühren der Paste ist wichtig – ein gleichmäßiger Wassergehalt sorgt für ein besser vorhersagbares Trocknungsverhalten. Durch die Reinigung der Trockenkammer werden Hotspots durch Staubablagerungen vermieden. Die regelmäßige Kalibrierung der Temperatursensoren und des Luftstroms gewährleistet eine gleichmäßige Wärmeverteilung auf allen Platten.
Die Verwendung von Heißluftzirkulation anstelle direkter Strahlungswärme sorgt für ein schonenderes und gleichmäßigeres Trocknen. Beide Seiten des Tellers sollten gleichmäßig mit Luft versorgt werden, damit eine Seite nicht schneller trocknet als die andere.
Moderne Trocknungslösungen
Das beste Verfahren zur Trocknung von Batterieplatten vereint heute präzise Temperaturregelung, einstellbare Förderbandgeschwindigkeit und effiziente Heißluftzirkulation in einem einzigen Gerät. Ein zuverlässiger Platten-Blitztrockenofen sorgt für eine schnelle und gleichzeitig schonende Oberflächentrocknung, die innere Spannungen minimiert und Rissbildung nahezu vollständig verhindert.
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